← Das Journal

Eine überraschende Personalentscheidung

· 2 Min. Lesezeit

Eine überraschende Personalentscheidung

Alpine muss beim Ersatz für Esteban Ocon auf die eigenen Reihen zurückgreifen.

Die Formel-1-Transfersaison endet mit einer überraschenden Personalentscheidung.

Im Fahrerkarussell ist ein weiterer wichtiger Stein gefallen: Carlos Sainz hat bei Williams unterschrieben und damit die Spekulationen über seinen Wechsel vor der Sommerpause beendet. Alpine hatte ebenfalls versucht, ihn zu verpflichten, und muss seine Pläne für Esteban Ocons Nachfolge nun überdenken. Die Lösung könnte aus den eigenen Reihen kommen.

Eine interne Verpflichtung: die unerwartete Option für Alpine.

Noch wenige Wochen zuvor war Alpine überzeugt, außerhalb des eigenen Fahrerkaders eine stärkere Lösung finden zu können. Flavio Briatores überraschende Rückkehr als Berater und die ermutigenden Ergebnisse in Monaco und Montreal hatten die Hoffnung auf einen externen Spitzenfahrer wie Carlos Sainz wiederbelebt. Diese Möglichkeit verschwand jedoch ebenso schnell, wie sie entstanden war.

Mick Schumacher und Jack Doohan: zwei Kandidaten an der Spitze der Liste.

Den damaligen Gerüchten zufolge könnte Alpine sich nun zwei Fahrern aus dem eigenen Umfeld zuwenden: Jack Doohan aus der Alpine Academy und Mick Schumacher, der in der WEC den Alpine A424 mit der Nummer 36 fährt. Beide galten zunächst nicht als erste Wahl, rückten nun aber auf der Kandidatenliste nach oben.

Die Enttäuschung über den verpassten großen Namen.

Sainz’ Entscheidung für Williams, auch angezogen von der Aussicht auf einen konkurrenzfähigeren Mercedes-Motor 2026, schränkte Alpines Optionen ein. Der ursprüngliche Beitrag bewertete die Leistungen verfügbarer Fahrer wie Valtteri Bottas, Daniel Ricciardo, Kevin Magnussen und Zhou Guanyu als nicht überzeugend genug. Zhou brachte zwar seine Vergangenheit in der Alpine Academy und finanzielle Unterstützung mit, schien nach dieser damaligen Einschätzung aber nicht zu den aktuellen Zielen des Teams zu passen.

Oliver Oakes und Jack Doohan: eine Verbindung, die den Unterschied machen könnte.

Oliver Oakes’ jüngste Ernennung zum Alpine-Teamchef könnte Jack Doohan helfen. Der Hitech-Mitgründer arbeitete bereits 2019 in der asiatischen Formel 3 mit dem Australier zusammen, der damals Vizemeister wurde. Diese frühere Zusammenarbeit könnte bei der Entscheidung eine Rolle spielen. Zudem soll Doohan zuletzt den A524 in Spa-Francorchamps getestet haben.

Eine Ersatzlösung, die sich bewähren könnte.

Die Aussicht auf eine interne Verpflichtung wirkte damals dennoch eher wie eine Lösung mangels Alternativen als wie eine von Anfang an verfolgte Strategie. Alpine musste zeigen, dass die Entscheidung auf einer fundierten sportlichen Überlegung beruhte. Erst die Zukunft würde zeigen, ob sich dieses Wagnis für das französische Team auszahlt.

Die Geschichte geht weiter.